Daten zum Datenmüll

 

Spammer fluten weltweit die Postfächer mit überflüssigen E-Mails.

Spams sind unerwünschte E-Mails mit Werbung, Lockangeboten oder bösartigen Viren. Die erste Spam-Mail wurde 1978 in den USA verschickt, inzwischen sind mehr als 95 Prozent der weltweit verschickten E-Mails Spam. Allein beim Free-Mail Anbieter WEB.DE werden nach eigenen Angaben täglich 100 Millionen E-Mails als Spam eingestuft und nicht zugestellt.  Ein Viertel aller Spam-Mails haben pornografischen Inhalte. Die Absender, die sich häufig hinter Pseudo-Adressen verstecken, verschicken die Mails massenhaft – ermittelt werden können sie nur selten.

Warum gibt es Spam?

Weil es fast nichts kostet und weil immer noch Leute auf die Betrugsversuche reinfallen. Das Geschäft lohnt sich:  Laut eco, dem Verband der deutschen Internetwirtschaft, kann ein Spammer schon mit fünf Antworten bei 500.000 verschickten Mails Gewinn machen. Spammer gibt es auf der ganzen Welt: 2010 lag Deutschland auf Platz vier der Länder, die am meisten Spam versendet haben. Nur aus den USA, Brasilien und Indien kam mehr Internet-Müll.

Wem schadet Spam?

Der Umwelt, denn die Masse versendeter Spam-Emails braucht leistungsstarke Server – und das verbraucht unnötig viel CO2. Den Firmen, denn Spam-Schutz-Software ist teuer und das Löschen der unterwünschten Mails kostet viel Arbeitszeit. Allein in der EU geht der volkswirtschaftliche Schaden in die Milliarden. Internet-Experten haben ausgerechnet, dass jeder Computernutzer seinen Arbeitgeber im Schnitt 63 Euro jährlich mehr kostet, weil er Spams bearbeiten muss. Vor allem aber leidet jeder Internet-Nutzer: Es nervt, es kostet Zeit – und oft enthält Spam gefährliche Viren.  Noch ärgerlicher wird’s, wenn der Spam das Postfach verstopft und reguläre Mails nicht mehr ankommen.

Von Theresa von Bischopink und Peter Maxwill.

Auch interessant:

> Tipps gegen Spam
> Best Of Spam